Schmelzabwurf
Schmelzabwurf ist das anhaftende, erstarrte Metall oder Oxid auf der Unterkante des Schnittschnittes, entstanden durch unvollständigen Austrag während des Trennprozesses. Erfordert oft manuelle oder mechanische Nacharbeit.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Schmelzabwurf entsteht, wenn das aufgeschmolzene Metall nicht vollständig vom Werkstücken abgetragen wird und sich beim Abkühlen erstarrt. Dies kann durch unzureichende Trennleistung oder zu hohe Schmelztemperatur verursachen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Schmelzabwurf führt zu einer Verschlimmung der Schnittfuge, erhöht die Spannungsaufteilung und kann zu Rissen oder Zerstörungen im Werkstück führen. Er vergrößert auch das Gefahr von Heißrissen und reduziert die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Schmelzabwurf zu minimieren, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
• Verwenden Sie eine passende Trennscheibe mit ausreichender Trennleistung für das gewählte Metall.
• Halten Sie die Schmelztemperatur im optimalen Bereich, um eine vollständige Abtrennung sicherzustellen.
• Wenden Sie nach dem Schweißen mechanische Nacharbeitung an, wie zum Beispiel Polieren oder Raspeln, um den Abwurf zu entfernen.