Schnittkanten-Aufhärtungszone
Die Schnittkanten-Aufhärtungszone entsteht durch schnelle Abkühlung nach Trennverfahren und hat erhöhte Härte, was Rissbildung fördert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Nach thermischen Trennverfahren wie Schweißen oder Fräsen kühlt der Metallrand sehr schnell ab. Dies führt zu einer schnellen Verformung der Kristallstruktur, was zur Aufhärtung des Randbereichs führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die erhöhte Härte in der Schnittkanten-Aufhärtungszone macht den Bereich anfällig für Risse und Brüche unter mechanischer Last. Dies kann zu Bauteilversagen führen, insbesondere wenn das Material unter Spannung belastet wird.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Risiken der Schnittkanten-Aufhärtungszone zu minimieren, sollte nach Trennverfahren eine kontrollierte Abkühlung durchgeführt werden. Dies kann durch das Einsatz von Kühlwasser oder Kühlöl erreicht werden. Die maximale Härte in der Aufhärtungszone sollte unter 500 HV gehalten werden, um Rissbildung zu vermeiden.