Schutzgas
Schutzgasen sind Gasgemische, die das flüssige Schmelzbad vor Umgebungssauerstoff und Stickstoff schützen. Sie verhindern Poren und verbessern die Oberflächenreifung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Schutzgasen, wie Argon oder Helium, sind inerte Gase, die nicht mit anderen Atomen reagieren. Sie erstellen eine Schutzschicht über das flüssige Schmelzbad und verhindern, dass Sauerstoff und Stickstoff in den Metallflüssigkeit eindringen. Dies verhindert Porenbildung und verbessert die Oberflächenreifung des geschweißten Stoffes.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne Schutzgas können Sauerstoff und Stickstoff in das flüssige Schmelzbad eindringen, was zu Porenbildung führt. Diese Poren können die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen und zu Rissen oder Verformungen führen. Darüber hinaus kann das fehlende Schutzgas die Oberflächenreifung verhindern, was zu schlechten mechanischen Eigenschaften des Metalls führt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie immer Schutzgas bei der Schweißung von Stählen und anderen Metallen. Achten Sie darauf, dass das Gas in den Schmelzbad umreichend eingeschlossen ist. Bei Stickstoffschweißen (TIG-Schweißen) verwenden Sie ein Argon-Gemisch mit einem Stickstoffanteil von 1-5 %. Bei MIG-Schweißen verwenden Sie reines Argon oder ein Argon-Kohlenstoff-Gemisch mit einem Kohlenstoffanteil von 0,8-2 %. Stellen Sie sicher, dass das Gas in den Schmelzbad ständig fließt und keine Lücken hat.