Schutzgas-Strömungsabreißpunkt
Der Strömungsabreißpunkt ist der Punkt, wo das Schutzgas von einer laminaren zu einer turbulenten Strömung wechselt. Bei früherem Auftreten kann der Gasschutz abreißen und die Werkstelle verunreinigen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Schutzgas fließt in einer laminaren Strömung, wenn es sich ruhig und geordnet bewegt. Bei einem bestimmten Geschwindigkeitsniveau oder durch geometrische Störungen (Kanten) wechselt die Strömung zu einer turbulenten, bei der sich das Gas chaotisch bewegt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein früher Strömungsabreißpunkt bedeutet, dass das Schutzgas nicht mehr effektiv schützt. Dies kann zur atmosphärischen Verunreinigung der Werkstelle führen und zu Qualitätsproblemen im Schweißverfahren. Es erhöht auch die Gefahr von Korrosion und unerwünschten chemischen Reaktionen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Strömungsabreißpunkt zu verhindern, achte auf eine korrekte Gasströmung und geometrische Rundungen an der Gasdüse. Eine Geschwindigkeit von mindestens 10 m/s ist empfehlenswert. Bei komplexen Werkstücken kann die Strömung durch zusätzliche Ventile oder Düsenoptimierung verbessert werden.