Schutzgasnachströmzeit
Die Schutzgasnachströmzeit ist die Zeit, in der Schutzgas nach dem Erlöschen des Lichtbogens weiter fließt. Sie schützt das erstarrende Schmelzbad und die heiße Elektrode vor Oxidation an der Luft.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Nach dem Erlöschen des Lichtbogens bleibt das Schmelzbad und die Elektrode noch warm. Ohne Schutzgas würde sich Sauerstoff aus der Luft auf diese Oberflächen kondensieren und Oxidationen entstehen, was zu Porenbildung und Verlust an Festigkeit führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine zu kurze Schutzgasnachströmzeit (z.B. weniger als 10 Sekunden) kann dazu führen, dass Oxidationen auf der Elektrode und im Schmelzbad entstehen. Dies kann zu Porenbildung in der Schweißnaht und zu einer verminderten Festigkeit führen. Eine zu lange Schutzgasnachströmzeit (z.B. mehr als 30 Sekunden) kann zu unerwünschten Gasen im Metall führen, die das Gefüge beeinträchtigen können.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Die optimale Schutzgasnachströmzeit beträgt in der Regel zwischen 15 und 20 Sekunden. Stellen Sie sicher, dass die Schutzgasnachströmung korrekt eingestellt ist, um eine saubere Schweißnaht zu gewährleisten. Überprüfen Sie regelmäßig die Gaszufuhr und passen Sie bei Bedarf an.