Schwefel als Begleitelement
Schwefel bildet mit Eisen Sulfide, die bei Warmumformen zu Rotbruch und Rissen führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Schwefel reagiert mit Eisenerz zur Bildung von niedrig schmelzenden Sulfiden. Diese Sulfide können sich in der Schweißzone oder während Warmumformprozessen anhäufen und die Kristallstruktur beeinträchtigen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Anhäufung von Sulfiden führt zu einer verminderten Zähigkeit des Stahls. Dies kann zu Rotbruch (Farbige Risse) und allgemeinem Rissbildung führen, insbesondere bei hohen Temperaturen oder mechanischen Belastungen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Schwefelanteile zu minimieren, verwenden Sie saubere Schmelzgutzeiten und kontrollierte Umformprozesse. Bei Stählen mit hoher Schwefelgehaltung sollten spezielle Schweißmethoden wie das Gas-Schweißen angewendet werden, um die Sulfidebildung zu reduzieren.