Schwefel-Einschluss
Schwefel-Einschlüsse sind Mangansulfide, die im Gefüge entstehen und die Zähigkeit in z-Richtung verringern.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Schwefel-Einschlüsse bilden sich durch Reaktion von Schwefeldioxid mit Mangangrundstoffen im flüssigen Schmelzbad. Diese Reaktion bildet Mangansulfide, die als heterogene Einschlüsse im Metall geführt werden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Anwesenheit von Schwefel-Einschlüssen führt zu einer Verminderten Zähigkeit in z-Richtung. Dies kann zu Rissen und Brüchen bei mechanischen Belastungen führen, insbesondere unter hohen Spannungen oder bei Temperaturen nahe dem Schmelzpunkt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Schwefel-Einschlüsse zu minimieren, soll der Schwefeldioxidgehalt im Schmelzbad reduziert werden. Dies kann durch eine sorgfältige Auswahl des Schmelzgases und die Verwendung von Desoxidationsmittel erreicht werden. Ein typisches Zielwert für den Schwefelgehalt in der Schmelze beträgt unter 0,01 %.