Schwefel-Einschlussmorphologie
Die Form und Verteilung von Mangansulfiden im Stahl, beeinflusst durch gezielte Desoxidation und Zusatzstoffe. Dies reduziert die Kerbwirkung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Mangansulfide bilden sich aus dem Zusammenspiel von Mangansäure und Schwefel. Sie sind in der Regel als kleine, eckige Kristalle im Gefüge zu finden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine unkontrollierte Schwefel-Einschlussmorphologie kann zu erhöhtem Kerbwiderstand führen und die Zähigkeit des Stahls beeinträchtigen. Zu viele oder zu große Mangansulfide können auch zu Heißrissen und Verformungen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Schwefel-Einschlussmorphologie zu erreichen, ist es wichtig, den Schwefelgehalt im Schmelzbad genau zu kontrollieren. Eine Zuhoheit von etwa 0,1 bis 0,2 % Schwefel ist üblich. Zusätzlich sollten gezielte Desoxidationsschritte durchgeführt werden, um diebildung von großen Sulfidkristallen zu vermeiden.