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Schwefel-Seigerung im Primärgefüge

Schwefel-Seigerung ist eine lokale Anreicherung von Schwefel an Korngrenzen während der Erstarrung, die niedrig schmelzende Eutektika bildet und Warmrissneigung beim Schweißen erhöht.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Schwefel-Seigerung tritt auf, wenn Schwefeldämpfe während der Erstarrung des Metalls lokal an Korngrenzen konzentriert werden. Dies führt zur Bildung von niedrig schmelzenden Eutektika, die bei geringen Temperaturen flüssig sind.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Die niedrig schmelzenden Eutektika machen das Metall an diesen Stellen besonders empfindlich gegenüber Warmrissen. Bei zu schnellem Abkühlen können diese Eutektika plötzlich fest werden und Risse verursachen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit von Warmrissen in der Schweißnaht.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um Schwefel-Seigerung zu minimieren, sollte das Metall bei der Erstarrung gut geschützt vor Schwefeldämpfen sein. Bei Schweißen ist eine kontrollierte Abkühlung unerlässlich. Verwenden Sie einen langen Kühlpfad und halten Sie die Naht so lange warm, bis sie vollständig abgekühlt ist (ca. 30-60 Minuten). Überprüfen Sie das Metall auf Warmrisse nach dem Schweißen.

MetallurgieSchweißtechnik

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