Schwefeleinschlüsse
Schwefeleinschlüsse sind Reaktionen von gelöstem Schwefel mit Mangan zu Mangansulfiden, die Querrichtungszähigkeit reduzieren.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Gelöster Schwefel reagiert im flüssigen Schmelzbad mit Mangan und bildet Mangansulfide. Diese Sulfide werden während des Abkühlprozesses in das Gefüge eingeschlossen und bilden Zeilen parallel zur Schweißnaht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Mangansulfide senken die Zähigkeit des Stahls in Querrichtung, was zu Spannungsbildungen führt. Diese können zu Rissen und Heißrissen im Gefüge resultieren. Darüber hinaus kann das Schwefel auch als Korrosionsmittel fungieren, wenn es an der Oberfläche bleibt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Schwefeleinschlüsse zu vermeiden, sollte der Schmelzbad-Schutzgas (wie Argon oder Helium) in ausreichender Menge eingesetzt werden. Das Schwefelgehalt im Stahl sollte unter 0,02 % gehalten werden. Bei hohem Schwefelgehalt kann eine chemische Desulfidierung vor dem Schweißen erforderlich sein.