Schweißgut-Erstarren
Schweißgut-Erstarren ist der Prozess, bei dem das flüssige Schmelzbade während des Abkühlens in einen festen Kristallzustand übergeht. Dies beeinflusst die Struktur und Rissbeständigkeit der Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das flüssige Schmelzbade setzt sich während des Abkühlens in Kristallstruktur um. Dieser Übergang von Flüssig zu Fest ist abhängig von der Kühlspeed und dem Zusammenspiel der Metallelemente im Schweißgut.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Falsche Abkühlspeed kann zu verschiedenen Gefügestrukturen führen, die unterschiedliche Rissbeständigkeit haben. Zu schnelles Erstarren kann glasharte Martensit erzeugen, was rissanfällig ist. Zu langsame Abkühlung kann zu vergröbertem Korn und geringer Zähigkeit führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um ein homogenes Gefüge mit guter Rissbeständigkeit zu erzielen, sollte die Kühlspeed kontrolliert werden. Bei Stählen mit hoher Kohlenstoffgehalt ist eine schnelle Abkühlung (t8/5 < 10 s) oft notwendig, um glasfaszinierte Gefüge zu vermeiden. Bei niedriger Kohlenstoffgehalt kann eine langsamer Abkühlung (t8/5 > 20 s) hilfreich sein, um das Kornvergröberung zu minimieren.