Schweißhilfsstoff-Rücktrocknung
Ein thermischer Behandlungsprozess von Stabelektroden oder Pulvern bei erhöhten Temperaturen zur Reduzierung des kapillar gebundenen Feuchtigkeitsgehalts.
Rücktrocknen ist Pflicht, wenn Schweißhilfsstoffe Feuchtigkeit gezogen haben – das erkennst du oft schon an der Verpackung oder wenn die Naht porig wird. Feuchtes Material gibt beim Schweißen Wasserstoff ab, der Poren in der Schweißnaht verursacht und die mechanischen Eigenschaften verschlechtert. Du trocknest das Material im Ofen oder Trockenschrank, bis es wieder schüttfähig und frei von Feuchtigkeit ist. Achte darauf, dass du die vom Hersteller angegebene Trocknungstemperatur nicht überschreitest, sonst zerstörst du die Umhüllung oder das Flussmittel. Nach dem Trocknen das Material trocken und luftdicht lagern, dann hast du keine Probleme mit der Nahtqualität.