Schweißnaht-Kerbverformung
Die Schweißnaht-Kerbverformung ist eine gezielte plastische Verformung des Übergangsbereichs zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff durch mechanische Hämmerverfahren. Sie verringert den lokalen Kerbradius und erhöht die Lebensdauer der Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Schweißnaht-Kerbverformung wird durch das mechanische Hämmern des Übergangsbereichs zwischen Schweißgut und Grundwerkstoff erreicht. Dies führt zu einer plastischen Verformung, bei der sich die Kerbstruktur verändert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Reduzierung des Kerbradiuses durch Hämmerverfahren erhöht die Festigkeit und Zähigkeit der Schweißnaht. Ein zu großer Kerbradius kann zu Rissen und Verformungen führen, während ein zu kleiner Radius die Härte erhöhen und das Gefüge verändern kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine effektive Schweißnaht-Kerbverformung durchzuführen, sollte der Kerbradius auf etwa 1 bis 2 mm reduziert werden. Dies erreicht man durch Hämmern mit einem geeigneten Werkzeug, z.B. einem Kerbhammer. Die Hämmerung sollte in mehreren Schritten erfolgen, um eine gleichmäßige Verformung zu gewährleisten. Bei der Hämmerung ist darauf zu achten, dass keine ungleichen Druckverteilungen auftreten, die zu weiteren Verformungen oder Rissen führen könnten.