Schweißstab
Ein Schweißstab ist ein stangenförmiger Zusatzwerkstoff ohne Umhüllung, der beim WIG-Schweißen in den Lichtbogen geführt wird. Er verhindert Porenbildung und steigert die Festigkeit der Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein Schweißstab enthält Metalle wie Silicium oder Titan, die im flüssigen Schmelzbad reagieren. Sie binden Sauerstoff ab und schützen das Schmelzbad vor Oxidation. Dies verhindert Porenbildung und verbessert die Qualität der Schweißnaht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein fehlender oder zu geringer Einsatz des Schweißstabs kann zu Porenbildung führen, was die Festigkeit und die mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht beeinträchtigt. Übermäßiger Einsatz kann das Schmelzbad stabilisieren, aber zu viel Material kann zu ungleicher Vertheißung oder zu schwerer Härte in der Naht führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwenden Sie einen Schweißstab im gewünschten Gehalt (z.B. 1-2 % Silicium) und führen Sie ihn manuell in den Lichtbogen ein. Stellen Sie sicher, dass der Einsatz proportional zur Schmelzzeit ist. Eine Regelung von 10-15 g pro kg zu schweißendem Material ist oft geeignet. Überwachen Sie die Vertheißung und korrigieren Sie bei Bedarf die Schmelzparameter.