Schweißstrom Kennlinie
Die Schweißstromkennlinie zeigt die Beziehung zwischen Spannung und Stromstärke der Schweißquelle. Sie bestimmt Einbrandtiefe und Tropfenablösung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Schweißstromkennlinie ist eine Kurve, die den Zusammenhang zwischen der Spannung (in Volt) und dem Strom (in Ampere) einer Schweißquelle zeigt. Diese Kurve gibt an, wie hoch der Strom bei einer bestimmten Spannung sein muss, um ein effektives Schweißen zu ermöglichen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Wahl der richtigen Schweißstromkennlinie beeinflusst die Einbrandtiefe und die Tropfenablösung. Eine zu hohe Spannung kann zu einer zu tiefen Einbrandtiefe führen, was zu unzureichender Verbindungsstärke und möglichen Rissen führt. Eine zu niedrige Spannung kann dagegen zu einer zu hohen Einbrandtiefe und zu schwerwiegenden Füllung von Poren führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Wähle die Schweißstromkennlinie entsprechend dem gewählten Material und der Schweißmethode. Für Stahl mit hoher Kohlenstoffgehalt (z.B. HSS) ist eine höhere Spannung mit niedrigerer Stromstärke oft besser, um eine scharfe Kante und geringe Porenbildung zu erreichen. Bei weicherem Stahl oder bei Tiefenschweißen ist eine niedrigere Spannung mit höherer Stromstärke geeignet, um die Einbrandtiefe zu erhöhen und das Material zu verdrücken.