Schweißwärme-Eintragskoeffizient
Der Schweißwärme-Eintragskoeffizient gibt an, wie viel thermische Energie wirklich in das Bauteil eingebracht wird. Er hilft bei der Berechnung von Abkühlzeiten und thermischen Zyklen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Schweißwärme-Eintragskoeffizient (SEK) ist das Verhältnis der tatsächlich in das Bauteil eingebrachten thermischen Energie zur elektrischen Energie des Lichtbogens. Er berücksichtigt die Effizienz der Wärmeübertragung und kann zwischen 0,2 und 0,4 liegen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu niedriger SEK führt zu einer unzureichenden Heizung des Bauteils, was zu unvollständiger Schmelze und fehlender Verbindungsfähigkeit kann. Ein zu hoher SEK erhöht die Gefahr von Überhitzung und damit zu starkem Abkühlen, was zu rissenfälligen Martensit und Heißrissen führen kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den SEK optimal einzustellen, überwache die Temperaturkurve und die elektrische Leistung des Lichtbogens. Bei einem SEK von 0,3 ist eine Abkühlzeit von 15 bis 20 Sekunden pro Millimeter Stahlstärke empfehlenswert. Vermeide starkes Überhitzen und sorg für eine kontrollierte Abkühlung.