Schwerkraftseigerung
Schwerkraftseigerung ist der Prozess, bei dem schwerere Elemente in flüssigen Legierungen durch Dichteunterschiede absetzen und sich sammeln. Dies kann zu ungleichmäßiger Zusammensetzung und Porenbildung führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Schwerkraftseigerung tritt auf, wenn in einem flüssigen Schmelzbad Elemente unterschiedliche Dichten haben. Die schwereren Bestandteile sinken unter den leichteren und sammeln sich an der Bodenfläche des Schmelzbades.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese ungleichmäßige Zusammensetzung kann zu Porenbildung führen, insbesondere wenn das schwerere Element Sauerstoff bindet und so als Desoxidationsmittel fungiert. Dies kann die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen und Risse verursachen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Schwerkraftseigerung zu vermeiden, ist es wichtig, das Schmelzbad gut durchmischen zu lassen. Dies kann durch ständiges Heben und Herumrühren des Schmelzes erreicht werden. Einige Legierungen erfordern spezielle Durchmischverfahren oder die Verwendung von Emulsionen, um die Dichteunterschiede zu minimieren.