Seigerungskoeffizient für Schweißzusätze
Der Seigerungskoeffizient gibt an, wie stark sich ein Schweißzusatz in der flüssigen Schmelze zu einem Kristall kristallisiert. Ein hoher Koeffizient bedeutet schnelle Seigerung und geringe Gefahr von Porenbildung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Seigerungskoeffizient (Sk) beschreibt die Geschwindigkeit der Kristallisation eines Schweißzusatzes in der flüssigen Schmelze. Er ist ein Maß für die Anziehungsfähigkeit des Zusatzes zu den Kristallgrainen und beeinflusst die Ausbildung von Poren.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Seigerungskoeffizient führt zur schnellen Seigerung und verhindert das Aufbauen von Poren. Ein niedriger Koeffizient kann zu langsame Seigerung und zu einer hohen Anzahl von Poren führen, was die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigt.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine optimale Seigerung sicherzustellen, wähle Zusätze mit einem hohen Seigerungskoeffizienten. Bei schwer zu sehenden Zusätzen (Sk < 0,5) achte auf eine ausreichende Schmelzzeit und eine kontrollierte Abkühlung, um Porenbildung zu minimieren.