Sekundär Dendritenarmabstand
Der Sekundär Dendritenarmabstand ist der Abstand zwischen den Nebenästen eines Dendriten, der direkt mit der lokalen Erstarrungsgeschwindigkeit und Abkühlrate korreliert.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Sekundär Dendritenarmabstand (SDA) bezieht sich auf den Abstand zwischen den Nebenästen eines Dendriten. Er wird durch die lokale Erstarrungsgeschwindigkeit und die Abkühlrate bestimmt. Bei schneller Abkühlung entstehen engere Abstände, bei langsamer Abkühlung breiter.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu großer SDA kann zu einer feinen Gefügestruktur führen, was die Zähigkeit und das Elastizitätsmodul des Materials beeinträchtigt. Ein zu kleiner SDA kann zu einem zu harten und rissanfälligen Material führen, da es mehr glasharte Phasen wie Martensit enthält.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den optimalen Sekundär Dendritenarmabstand zu erreichen, sollte die Abkühlrate kontrolliert werden. Bei Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt ist eine langsame Abkühlung (z.B. durch Kühlwasser) sinnvoll, um einen feinen und zarten Gefüge zu erhalten. Bei hochleitfähigen Metallen wie Aluminium oder Kupfer ist eine schnelle Abkühlung notwendig, um Porenbildung zu vermeiden.