Sekundärkarbid-Dispersionsgefüge
Sekundärkarbid-Dispersionsgefüge besteht aus fein verteilten Karbiden in einer martensitischen oder ferritischen Matrix. Es erhöht die Warmfestigkeit und verbessert das Verformungsverhalten.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Sekundärkarbid-Dispersionsgefüge entsteht durch die feine Verteilung von sekundären Karbiden in der Matrix. Diese Karbide werden während des Schweißprozesses oder durch gezieltes Anlassen ausgelöst und vergröbert. Sie agieren als Hindernisse für die Ausbreitung von Rissen und verbessern so das Materialverhalten.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Gefüge erhöht die Warmfestigkeit und verbessert die Verformbarkeit des Stahls. Es reduziert die Anfälligkeit für Heißrisse und verbessert das Zähigkeitsverhalten unter Lasten. Bei falscher Handhabung oder zu hohem Karbidgehalt kann jedoch die Härte erhöht werden, was zu Schäden beim Verformen führen kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Sekundärkarbid-Dispersionsgefüge zu erzeugen, sollte der Stahl bei einem geeigneten Karbidgehalt (ca. 0,5 bis 1,0 %) gezielt angelassen werden. Die Schweißprozesse sollten unter kontrollierten Temperaturen und Zeiten durchgeführt werden, um die feine Verteilung der Karbide zu gewährleisten. Bei hoher Härte oder Anfälligkeit für Risse sollte das Material vor dem Einsatz geprüft und möglicherweise angelassen werden.