Silizium-Desoxidationsgrad
Silizium-Desoxidationsgrad misst, wie stark Silizium das Sauerstoffgehalt in der Schmelze reduziert. Er bildet stabile SiO2-Verbindungen und verhindert Porenbildung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Silizium reagiert im flüssigen Schmelzbad mit Sauerstoff, um stabile SiO2-Komplexen zu bilden. Dies reduziert das freie Sauerstoffgehalt und verhindert die Bildung von Poren in der Schweißnaht.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu hoher Silizium-Desoxidationsgrad kann zur Versprödung der Schweißnaht führen, was zu Heißrissen und geringer Zähigkeit führt. Ein zu niedriger Grad hingegen kann zu Porenbildung und vermindertem Festigkeitsniveau resultieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Führe den Silizium-Desoxidationsgrad auf ca. 0,2 bis 0,4 % für die meisten Stahlarten ein. Überwache die Schmelztemperatur und den Zusatz von Silizium genau. Bei speziellen Stählen oder bei hohen Spannungsverschränkungen kann der Grad variieren.