Silizium-Graphitisierungs-Neigung
Silizium fördert das Zerfallen von Zementit in Kohlenstoff und Eisen, was zur Graphitbildung bei Erstarrung oder Glühbehandlung führt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Silizium reagiert im flüssigen Schmelzbad mit dem Zementit (einem Kohlenstoff-Eisen-Mischkristall) und löst Kohlenstoff ab. Dieser freigesetzte Kohlenstoff bildet dann Graphit, wenn die Temperatur sinkt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Silizium-Graphitisierungsneigung kann zu einer erhöhten Graphitbildung führen, was die Härte und Festigkeit des Stahls reduziert. Zudem kann sie zu Porenbildung und veränderten mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Silizium-Graphitisierungsneigung zu kontrollieren, sollte der Si-Gehalt im Gusseisen genau gesteuert werden. Ein Zuhochohiger Si-Gehalt kann zu erhöhter Graphitbildung und verminderten mechanischen Eigenschaften führen. Bei Bedarf können Zusatzstoffe wie Nickel oder Molybdän verwendet werden, um die Graphitbildung zu reduzieren.