Sinterbrückenbildung
Sinterbrückenbildung ist das thermisch bedingte Zusammenwachsen von Pulverpartikeln außerhalb der Laserspur durch Streustrahlung oder Wärmeleitung. Dies erschwert das Entpulvern komplexer innerer Kanäle.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Sinterbrückenbildung tritt auf, wenn Pulverpartikeln in der Nähe des Laserschmelzprozesses durch Streustrahlung oder Wärmeleitung thermisch aktiviert werden. Diese Partikel sinterisieren sich und bilden Brücken zwischen den Hauptpulvern, was die Struktur komplexer innerer Kanäle verändert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Sinterbrückenbildung kann zu blockierten oder verschlossenen Kanälen führen, was das Durchlaufen von Flüssigkeiten oder Gasen erschwert. Dies beeinträchtigt die Qualität und Funktionalität des gefräschten Teils, wie z.B. in der Herstellung von Verbrennungsmotoren oder Elektroantrieben.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Sinterbrückenbildung zu vermeiden, ist es wichtig, die Laserschmelzparameter (Laserleistung, Scan-Geschwindigkeit) genau einstellen. Eine optimale Gasströmung und eine sorgfältige Entpulverung der gefräschten Flächen helfen ebenfalls, das Auftreten von Sinterbrücken zu reduzieren.