Sintern
Sintern ist ein Wärmeverfahren, bei dem Metall- oder Keramikpulver unterhalb der Schmelztemperatur so weit erhitzt wird, dass die Pulverkörner an ihren Berührungsstellen miteinander verschweißen. Es entsteht ein fester, aber oft poröser Körper – der Grundprozess der Pulvermetallurgie.
Was ist Sintern
Sintern ist ein Wärmeverfahren, bei dem feines Pulver – Metall oder Keramik – unter Druck auf eine Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts erhitzt wird. Die Pulverkörner verbinden sich dabei an ihren Berührungsstellen: Erst wachsen kleine Sinterhälse, dann verschweißen die Körner zunehmend zu einem festen Körper.
Der Unterschied zum Schmelzen
Beim Schmelzen wird der Werkstoff komplett flüssig. Beim Sintern bleibt er fest, nur die Oberflächen der Körner verbinden sich. Deshalb bleibt ein gesintertes Bauteil oft leicht porös, wenn es nicht zusätzlich verdichtet wird – etwa durch heißisostatisches Pressen (HIP).
Wo Sintern eingesetzt wird
Sintern ist der Grundprozess der Pulvermetallurgie. Damit entstehen Sinterbronze-Gleitlager, Formteile aus Metallpulver, aber auch Hochleistungswerkstoffe wie PM-Werkzeugstähle. Auch beim 3D-Druck von Metall (Laser-Sintern) steckt das Prinzip dahinter.
Sintern und Schweißen
Gesinterte Teile sind beim Schweißen anspruchsvoll: Die Restporosität und mögliche Bindemittelreste stören die Naht, und die feine, auf Sintern abgestimmte Struktur wird in der Wärmeeinflusszone verändert. Das erklärt, warum PM-Stähle – die aus gesintertem Pulver bestehen – so schwer zu schweißen sind.