Skleroskop-Härte
Skleroskop-Härte misst die elastische Härte eines Materials durch Messen der Rückprallhöhe eines Fallhammers mit Diamantspitze. Eine höhere Rückprallhöhe bedeutet geringere Härte.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Ein Fallhammer mit einer Diamantspitze wird aus einer festen Höhe auf die Probe geschmissen. Die Energie des Falls wird zum Teil in Bewegung umgewandelt und zum Teil in Deformation der Probe. Die Rückprallhöhe hängt von der elastischen Eigenschaften der Probe ab: desto stärker das Material, desto höher springt der Hammer zurück.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Skleroskop-Härte gibt einen Indikator für die elastische Härte des Materials. Bei zu hohem Härtegrad kann das Material anfällig für Risse und Brüche sein, während ein zu niedriger Härtegrad zu plastischer Verformung führen kann. In der Schweißfachrichtung ist es wichtig, dass die Härte im kühlen Zustand nicht zu hoch ist, um Rissen vorzubeugen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für eine genaue Skleroskop-Härtestufe wird der Fallhammer aus einer Höhe von 10 cm geschmissen. Die Rückprallhöhe wird gemessen und mit einem Härtevergleichstab verglichen. Ein typisches Material wie Stahl sollte bei einer Härtestufe von 45 bis 60 HRC liegen. Bei ungewöhnlich hohen oder niedrigen Werten sollten die Schweißparameter überprüft werden, um Risse oder plastische Verformungen zu vermeiden.