Spannungsriss
Ein Spannungsriss entsteht, wenn ein Bauteil durch ungleiche Erwärmung oder Abkühlung unter Zugspannung gerät und das Material diese Spannung nicht mehr aufnehmen kann. Beim Gusseisen genügen oft schon 20 °C Unterschied zwischen der warmen Schweißstelle und der kalten Umgebung, um einen Riss auszulösen.
Wie ein Spannungsriss entsteht
Metall dehnt sich beim Erwärmen aus und zieht sich beim Abkühlen zusammen. Wird nur eine Stelle heiß, während der Rest kalt bleibt, zerrt die sich zusammenziehende heiße Stelle am kalten Rest. Kann das Material diese Zugspannung nicht aufnehmen, reißt es.
Die Gusseisen-Falle
Gusseisen ist spröde und kann kaum Spannung abbauen. Schon ein Unterschied von etwa 20 °C zwischen der Stelle, die du gerade geschweißt hast, und dem kühlen Rest des Bauteils reicht oft, um einen Spannungsriss auszulösen.
Wie du ihn vermeidest
Vorwärmen gleicht die Temperatur an, und langsames Abkühlen verhindert, dass sich die Naht zu schnell zusammenzieht. Wer kalt schweißt, hält die Wärme klein (kurze Raupen, Zwischentemperatur niedrig) und hämmert die Naht, um Spannungen abzubauen.