← Glossar

Spritzguss

Spritzguss ist ein Formverfahren für Kunststoffe: Geschmolzener Kunststoff wird unter Druck in eine Stahlform gespritzt und erstarrt dort. Die Form muss glanzpolierbar, maßhaltig und korrosionsbeständig sein – ganz andere Anforderungen als im Druckguss.

Was Spritzguss ist

Beim Spritzguss wird thermoplastischer Kunststoff aufgeschmolzen, mit Druck in eine geschlossene Stahlform gespritzt und kühlt dort zum fertigen Bauteil ab. Zyklus für Zyklus entstehen so identische Teile.

Was die Form können muss

Die Spritzgussform muss vor allem eines: eine perfekte Oberfläche liefern. Sie wird glanzpoliert, damit die Kunststoffteile sauber glänzen. Dazu kommen Maßhaltigkeit, gute Zerspanbarkeit für die Gravuren und – bei aggressiven Kunststoffen – Korrosionsbeständigkeit.

Der Unterschied zum Druckguss

Im Spritzguss ist der Thermoshock viel milder: Kunststoff kommt mit 200–300 °C an, nicht mit über 600 °C wie Aluminium im Druckguss. Dafür sind die Formen oft riesig und brauchen Stähle, die sich gut polieren und zerspanen lassen – wie 1.2738, 1.2311 oder 1.2316.

Beim Schweißen

Spritzgussformen verlangen beim Schweißen gefügesynchrone Zusätze und besonderen Schutz der polierten Oberflächen. Vorwärmen nach Werkstoff, aber die thermische Belastung ist insgesamt sanfter als beim Druckguss.

KunststoffformenstahlFormenbauKunststoff

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.