Sprühlichtbogen-Übergangsschwelle
Die Stromstärke, bei der der Kurzschlusslichtbogen in einen spritzfreien Sprühlichtbogen übergeht. Abhängig von Schutzgas und Drahtdurchmesser.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Der Sprühlichtbogen-Übergangsschwelle ist der Strompunkt, bei dem der Kurzschlusslichtbogen in einen spritzfreien Sprühlichtbogen übergeht. Dieser Übergang tritt auf, wenn die Energie des Lichtbogens groß genug ist, um das Schutzgas zu ionisieren und sprühende Metallpartikel zu erzeugen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu niedriger Stromwert kann dazu führen, dass der Übergang nicht vollständig stattfindet, was zu Sprühen und unregelmäßigen Schweißnahtsstrukturen führt. Ein zu hoher Stromwert erhöht die Temperatur und kann zu Überhitzung und Verformungen im Werkstück führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Sprühlichtbogen-Übergangsschwelle zu erreichen, sollte der Stromwert so eingestellt werden, dass er zwischen 10 und 20 % des maximalen Stroms liegt. Dieser Wert variiert je nach Schutzgas (z.B. Argon oder CO2) und dem Drahtdurchmesser. Bei einem feinen Draht (ca. 0,8 mm) beträgt der optimale Stromwert etwa 15 % des maximalen Stroms.