Stickstoff-Affinität von Legierungselementen
Die Stickstoff-Affinität von Legierungselementen misst, wie stark diese Elemente mit Stickstoff reagieren und stabile Nitride bilden. Dies führt zur Kornfeinung und stabilisiert das Gefüge.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Legierungselemente mit hoher Stickstoff-Affinität, wie Titan oder Aluminium, reagieren stark mit dem in der Schmelz befindlichen Stickstoff. Sie bilden stabile Nitride, die das Metallkorn feiner machen und seine Struktur stabilisieren.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Stickstoff-Affinität kann zu einer Kornfeinung führen, was die Festigkeit erhöht. Allerdings kann auch zu Übernitrierung kommen, wenn der Stickstoff-Gehalt zu hoch ist. Dies kann das Gefüge verändern und Risse oder Zerbruchstellen hervorrufen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Beim Schweißen von Legierungen mit hoher Stickstoff-Affinität achte auf den Stickstoff-Gehalt in der Schmelz. Verwende geeignete Schutzgasgemische, um den Stickstoff-Gehalt zu kontrollieren. Bei Aluminium oder Titan legen die Werte normalerweise bei 0,1 bis 0,2 % fest.