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Stickstoff-Legierungszusatz im Schutzgas

Gezielte Beimischung von N2 zum Schutzgas beim Schweißen austenitischer Stähle, um Stickstoffverlusten im Schweißgut entgegenzuwirken.

Stickstoff im Schutzgas ist kein Zusatz, der was „ausstößt“, sondern er wird im Schweißgut gelöst und wirkt dort als Legierungselement. Bei austenitischen Stählen sorgt er dafür, dass das Gefüge stabil austenitisch bleibt und nicht in Martensit umkippt. Das ist wichtig, denn wenn du das Gefüge verlierst, leidet die Zähigkeit und die Korrosionsbeständigkeit.

In der Praxis heißt das: Wenn du austenitischen Stahl schweißt, nimm ein Schutzgas mit einem Stickstoffanteil, wenn der Grundwerkstoff selbst stickstofflegiert ist. Du willst ja nicht den Stickstoff aus der Schmelze rausziehen, sondern das Gleichgewicht halten. Pass einfach auf, dass du nicht zu viel Stickstoff ins Gas gibst, sonst bekommst du Poren. Und die Gasmenge muss konstant sein, sonst zieht die Schmelze Luft an und das gibt erst recht Ärger mit Poren und Verzunderung.

MetallurgieSchweißtechnik

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