Stickstoff (N2)
Stickstoff (N2) schützt hochlegierte Chrom-Mangan-Stähle vor Aufhärtung und Zündlichkeit durch Sauerstoff. Es erhöht die Festigkeit der Schweißnaht.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Stickstoff (N2) ist ein inertes Gas, das in der Luft um 78 % vorhanden ist. Bei der Schweißung von hochlegierten Chrom-Mangan-Stählen verhindert es die Aufhärtung und Zündlichkeit durch Sauerstoff. Dies geschieht, indem N2 die Oberfläche des Stahls beschirmt und das Eintragen von Sauerstoff in die Kupplungsschicht verhindert.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ohne ausreichend Stickstoff kann die Schweißnaht anfällig für Aufhärtung und Zündlichkeit werden, was zu Rissen und Verlust der mechanischen Eigenschaften führen kann. Dies ist besonders kritisch bei hochlegierten Stählen, da sie unter Sauerstoffeinspritzung stark aufhärten können.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Schweißnaht zu schützen, sollte der Stickstoffdruck während des Schweißvorgangs so eingestellt werden, dass er mindestens 90 % erreicht. Dies kann durch eine ausreichende Ventilierung und das Verwenden von Schutzgasen wie Argon oder Helium gewährleistet werden. Bei hochlegierten Chrom-Mangan-Stählen ist es wichtig, den Stickstoffdruck während der gesamten Schweißzeit aufrechtzuerhalten, um die mechanischen Eigenschaften der Naht zu erhalten.