Stickstoff-Puffer
Stickstoff puffert in austenitischen Stählen, erhöht Dehngrenze und Lochkorrosionsschutz. Bei zu hoher Konzentration kann das Gefüge vergröbert werden.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Stickstoff puffert in der Schmelzphase und bleibt im Kristallgitter eingebettet. Er reduziert die Anzahl von Freiheitsgraden der Atome, was zu einem feineren Gefüge führt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein hoher Stickstoffgehalt erhöht die Dehngrenze und verbessert den Widerstand gegen Lochkorrosion. Allerdings kann ein zu hoher Stickstoffgehalt (> 0,1 %) das Gefüge vergröbert machen, was die Zähigkeit reduziert und Risse fördern kann.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Verwende bei austenitischen Stählen einen Stickstoff-Puffer in der Schmelzphase. Achte darauf, dass der Stickstoffgehalt nicht über 0,1 % steigt. Bei zu hohem Stickstoffgehalt kann das Gefüge vergröbert werden und die Zähigkeit reduziert.