Stickstoffaufnahme
Stickstoffaufnahme ist der Prozess, bei dem Stickstoff aus der Luft oder Schutzgas in die Schmelze aufgenommen wird. Zu viel Stickstoff führt zu Poren und vermindert die Festigkeit, während gezielte Mengen die Zähigkeit erhöhen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Stickstoff ist ein chemisches Element mit der Bezeichnung N. Es reagiert nicht direkt mit den meisten Metallen, aber es kann in der Schmelze aufgenommen werden und sich als Gas oder als Moleküle im Metallgefüge bewegen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Zu viel Stickstoff führt zu Porenbildung in der Schweißnaht, was die mechanische Festigkeit reduziert und das Material weicher macht. Dies kann zu Heißrissen und anderen Stabilitätsproblemen führen. Gezielte Mengen von Stickstoff können jedoch die Zähigkeit erhöhen und das Gefüge stabilisieren.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Bei der Schweißung ist es wichtig, den Stickstoffgehalt im Schutzgas zu kontrollieren. Für Stahl mit niedriger Kohlenstoffgehalter (z.B. 0,1 %) sollte der Stickstoffgehalt im Schutzgas zwischen 2 und 4 vol.% liegen. Bei hochkohlenstoffigen Stählen (z.B. > 0,5 %) kann ein höherer Stickstoffgehalt von bis zu 8 vol.% angemessen sein. Überwachen Sie die Stickstoffaufnahme durch Messungen und regulieren Sie den Schutzgasfluss entsprechend.