← Glossar

Stickstoffporenbildung

Stickstoffporenbildung entsteht beim Erstarren des Schweißguts durch abnehmende Löslichkeit von überschüssigem Stickstoff. Dies führt zu Gasblasen, die Poren im Gefüge verursachen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Stickstoff ist in der Regel als Losgas in Metallen gelöst. Bei abnehmender Temperatur löst sich Stickstoff weniger gut aus dem Metall und bildet Gasblasen, die sich im Gefüge festsetzen.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Stickstoffporenbildung führt zu Poren im Schweißgut, was die Festigkeit und die mechanischen Eigenschaften der Verbindung beeinträchtigt. Es kann auch zu Heißrissen und Zerstörungen des Metalls führen, insbesondere in hochbelasteten Anwendungen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um Stickstoffporenbildung zu minimieren, sollte das Schweißgut vor dem Schweißen gut gereinigt werden und bei geringerem Druck geschweißt werden. Die Schmelzzeit sollte so kurz wie möglich gehalten werden, um die Zeit für Porenbildung zu reduzieren. Bei hochbelasteten Verbindungen kann auch eine Post-Schweißbehandlung (z.B. Austenitierung) angewendet werden, um das Stickstoffgehalt im Metall zu regulieren.

MetallurgieSchweißtechnik

KI-Transparenz (EU AI Act): Auf Basis eigener langjähriger Praxiserfahrung in der Schweißtechnik mit Hilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.