Stickstoffporosität beim Schweißen
Stickstoffporosität entsteht bei unzureichendem Schutzgas oder Flussmittel, das Sauerstoff aus der Schweißnaht wegtreibt. Ohne diesen Schutz bildet sich Sauerstoff in Porösen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Stickstoffporosität tritt auf, wenn während des Schweißvorgangs nicht ausreichend Schutzgas oder Flussmittel eingesetzt wird. Diese Medien wegen Sauerstoff aus der Schweißnaht und verhindern so die Bildung von Porösen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei fehlendem Schutzgas bildet sich Sauerstoff in der flüssigen Schmelz, was zu Porosität führt. Diese Porösen können die Festigkeit und die mechanischen Eigenschaften des Schweißguts stark beeinträchtigen und führen zu einem schlechten Vertrauenswürdigkeitsniveau der Verbindung.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Stickstoffporosität zu vermeiden, muss während des Schweißvorgangs ein ausreichendes Volumen von Schutzgas oder Flussmittel eingesetzt werden. Bei steifen Stählen wie dem 1.0472 (X6CrNi18-9) ist ein Sauerstoffgehalt unter 5 ppm erforderlich. Die Einsatzmenge und -zeit hängen vom verwendeten Werkstoff und der Schweißtechnik ab, aber im Allgemeinen sollten bei steifen Stählen mindestens 20 Liter pro kg Schmelz verwendet werden.