Stiftschweißen
Stiftschweißen ist ein Lichtbogenschweissverfahren zur schnellen Aufschweißen von Bolzen auf Bauteile mittels Hubzündung oder Spitzenzündung. Es erzeugt vollflächige Verbindungen ohne Vorbohren.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Stiftschweißen nutzt die Lichtbogenstrahlung, um Metall zu fusionsieren. Der Stift (Schweisskerze) wird an den Bolzen angebracht und entweder durch Hubzündung oder Spitzenzündung aktiviert. Die Lichtbogenspitze erhitzt das Metall so schnell, dass es in Sekundenbruchteilen flüssig wird und sich mit dem Bauteil verbindet.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die schnelle Aufschweißung kann zu ungleichmäßiger Verbindung führen, wenn das Material nicht gleichmäßig erwärmt wird. Dies kann zu Spannungsbildungen und eventuell zu Rissen im Bauteil führen. Darüber hinaus kann die fehlende Vorbohrung zu Spannungen führen, die das Metall verformen oder beschädigen können.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für Stiftschweißen ist eine hohe Präzision erforderlich. Der Bolzen muss genau auf der Position platziert werden und der Stift muss stabil angeordnet sein. Die Zündung sollte kontinuierlich erfolgen, um ein gleichmäßiges Aufschweißen zu gewährleisten. Bei schweren Materialien oder großer Spannungen kann eine Vorbohrung sinnvoll sein, um die Verformung und Spannungen zu minimieren.