Streckgrenze
Die Streckgrenze ist der maximale Spannungswert, bei dem ein Werkstoff plastisch verformt wird und eine dauerhafte Verformung auftritt. Sie trennt elastische (rückelastische) von plastischer Dehnung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Streckgrenze ist der Punkt, an dem ein Werkstoff seine maximale elastische Verformung erreicht und plastisch verformt wird. Vor dieser Grenze springt das Material elastically zurück, nach deren Überschreitung bleibt die Dehnung dauerhaft.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Überstrecken der Streckgrenze kann zu Rissen und Verformungen führen. Bei Schweißen von Stählen kann dies durch zu hohen Spannungswerten oder zu schnelle Kühlung auftreten, was das Gefüge vergröbert und die Härte erhöht.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Streckgrenze nicht zu überstrecken, achte auf:
• Richtig eingestellte Spannung in den Schweißgeräten (max. 90 % der Streckgrenze)
• Kontrollierte Kühlung der Schweißnaht (t8/5 zwischen 10 und 20 Sekunden)
• Verwendung von passenden Füllstoffen zur Reduzierung des Spannungswerts