Streuflussdichte
Streuflussdichte ist der Anteil des magnetischen Flusses, der durch Materialdiskontinuitäten wie Risse oder Schweißnahtsgebiete austretet. Sie gibt an, wie stark ein Magnetfeld durch diese Stellen gestört wird.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das magnetische Feld eines Magneten wird durch Materialien beeinflusst. Ferromagnetische Materialien wie Stahl verstärken das Feld, während andere es schwächen oder blockieren können. Bei Diskontinuitäten wie Rissen oder Schweißnahtsgebieten entsteht ein magnetischer Widerstand, der den Fluss des Magnetfeldes stört und diesen an diese Stellen abweist.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Eine hohe Streuflussdichte deutet auf starke Materialdiskontinuitäten hin, die das magnetische Feld stark beeinträchtigen. Dies kann bei der Prüfung von Werkstücken zu Fehlern führen, da die ferromagnetischen Prüfpartikel nicht korrekt angezogen werden und mögliche Defekte übersehen werden können. In der Schweißnaht kann eine hohe Streuflussdichte auf unvollständige Schweißvorgänge oder Risse hinweisen, die das Material durchbrochen haben.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um eine genaue Prüfung zu gewährleisten, sollte die Streuflussdichte bei der magnetischen Kontrolle möglichst gering sein. Dies kann erreicht werden, indem das Werkstück sorgfältig vor der Prüfung bearbeitet wird und eventuelle Risse oder Schweißfehler entfernt werden. Bei der Auswahl des Magnetfelds ist darauf zu achten, dass es stark genug ist, um die Prüfpartikel anziehen zu können, aber nicht so stark, dass es durch Diskontinuitäten gestört wird.