Streulichtfehler
Streulichtfehler sind unbeabsichtigte Lichtbogenspuren auf der Bauteiloberfläche außerhalb der Schweißnaht. Sie verursachen lokale Aufhärtungen und erhöhen die Risiko von Rissursprüngen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Streulichtfehler entstehen durch unvollständige oder fehlende Schutzmaßnahmen während des Schweißens. Das Lichtbogenlicht kann direkt auf die Bauteiloberfläche treffen und dort eine schnelle Aufhärtung verursachen, da das Metall in der Nähe der Lichtquelle plötzlich kühlt.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese lokalen Aufhärtungen können zu Rissursprüngen führen, insbesondere wenn sie nahe an wichtigen Bauteilstrukturen liegen. Die Härte der aufgeharteten Stellen kann stark sein und die mechanische Festigkeit der Bauteile beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Streulichtfehler zu vermeiden, müssen während des Schweißens sorgfältige Lichtschutzmaßnahmen getroffen werden. Dies beinhaltet die Verwendung von Schutzgittern oder der Isolierung der Bauteile. Die Lichtquelle sollte so positioniert sein, dass sie nicht direkt auf die zu schweißende Fläche trifft. Bei Verdachtsfällen sollten die betroffenen Bereiche sorgfältig überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden.