Subkorngrenzenbildung
Subkorngrenzenbildung ist das Aufteilen von Kristalliten in kleinere Bereiche durch Versetzungen während der Erholungsphase. Dies verringert die Kristallgrößen und kann zu einer verbesserten Zähigkeit führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Subkorngrenzenbildung tritt auf, wenn Versetzungen in den Kristalliten während der Erholungsphase anordnet werden. Diese Versetzungen bilden netzwerkartige Wände, die das Kristallit in kleinere, schwach fehlorientierte Bereiche unterteilen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Subkorngrenzenbildung kann zu einer verbesserten Zähigkeit und einem erhöhten Festigkeitsgrad führen. Allerdings kann sie auch zu einer erhöhten Anfälligkeit für Risse und Heißrissen führen, wenn die Versetzungen nicht ordnungsgemäß angeordnet werden.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Subkorngrenzenbildung zu fördern, sollte der Schmelzbad-Temperaturverlauf kontrolliert und langsam sein. Eine schnelle Abkühlung kann dazu führen, dass die Versetzungen nicht ordnungsgemäß angeordnet werden und Risse entstehen können. Empfohlene Abkühlzeiten variieren je nach Stahlart, aber in der Regel sollten sie zwischen 10 und 30 Sekunden liegen.