Superduplex-Pitting-Resistenz-Äquivalent
Superduplex-Pitting-Resistenz-Äquivalent ist ein Berechnungsparameter, der die Lochfraßbeständigkeit hochlegierter Stähle in chloridreichen Umgebungen abschätzt. Er berücksichtigt die Massenanteile von Chrom, Molybdän und Stickstoff.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Das Superduplex-Pitting-Resistenz-Äquivalent (SPRE) ist ein mathematischer Index, der auf den Gehalt an Chrom (Cr), Molybdän (Mo) und Stickstoff (N) in hochlegierten Stählen basiert. Diese Elemente schützen die Oberfläche des Stahls vor Korrosion durch Chloridionen, indem sie eine dichte chromierte Schicht bilden.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Ein zu niedriger SPRE-Wert kann dazu führen, dass der Stahl in chloridreichen Medien anfälliger für Lochfrass ist. Dies kann zu Rissen und Verlusten von Festigkeit führen. Bei einem zu hohen SPRE-Wert ist die Schweißnaht zwar robust, aber möglicherweise zu hart und anfällig für Heißrisse.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den SPRE-Wert zu berechnen, werden folgende Formeln verwendet:
• SPRE = 10Cr + Mo + N
Dabei sind Cr, Mo und N die Massenanteile in % des jeweiligen Elements. Ein SPRE-Wert von mindestens 35 ist empfohlen für eine gute Lochfraßbeständigkeit in chloridreichen Medien. Bei der Schweißung solcher Stähle ist es wichtig, eine korrekte Abkühlschutzmaßnahme zu gewährleisten, um das Gefüge und die Oberflächenbeschaffenheit zu erhalten.