Tandem-MIG-MAG-Schweißen
Tandem-MIG-MAG-Schweißen nutzt zwei unabhängige Drahtelektroden in einem Prozessbad, um extrem hohe Vorschubgeschwindigkeiten zu erreichen. Es kombiniert MIG- und MAG-Techniken für optimale Leistung.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Tandem-MIG-MAG-Schweißen verwendet zwei separierte Drahtelektroden, die unabhängig voneinander elektrisiert werden. Diese Elektroden liefern gleichzeitig Schweißmaterial und Strom, was zu sehr schnellem Vorschub führt. Die hohe Geschwindigkeit ermöglicht eine effiziente Verwendung von Material und erhöht die Produktivität.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die hohe Vorschubgeschwindigkeit kann zu unzureichender Schmelzzeit führen, was zu fehlenden Schweißnahtsflächen oder unvollständiger Verbindung führt. Zudem erhöht sich die Gefahr von Porenbildung und Heißrissen, da das Material nicht ausreichend Zeit hat, um sich zu homogenisieren. Ein ungleicher Stromfluss zwischen den Elektroden kann zu ungleichmäßigen Schweißnahtsabläufen führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Tandem-MIG-MAG-Schweißen erfolgreich durchzuführen, ist es entscheidend, die Vorschubgeschwindigkeit und den Strom für jede Elektrode zu optimieren. Die Gesamtvorschubgeschwindigkeit sollte zwischen 100 und 300 mm/min liegen. Der Stromfluss muss genau auf beiden Elektroden ausgeglichen sein, um eine gleichmäßige Schweißnahtsablauf zu gewährleisten. Verwenden Sie ein hochwertiges Prozessbad mit ausreichend Kühlung, um Porenbildung und Heißrisse zu minimieren.