Tandemtechnik
Tandemtechnik ist ein Ultraschallverfahren mit getrennten Sende- und Empfangsprüfköpfen, die hintereinander angeordnet sind. Es wird zum Nachweis senkrecht orientierter Trennungen in dicken Blechen eingesetzt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Tandemtechnik nutzt zwei separate Ultraschallköpfe: einen Sender und einen Empfänger. Der Sender schickt Ultraschallwellen in die Prüfoberfläche, der Empfänger detektiert die zurückkehrende Echosignal. Durch die Positionierung der Köpfe hintereinander kann das Verfahren senkrecht orientierte Trennungen oder Fehlstellen präzise erfassen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Diese Technik ist besonders nützlich für dünne, flache Werkstücke oder Bleche mit einer Dicke von mehr als 10 mm. Sie kann senkrecht orientierte Trennungen, Lackierungsfehler oder andere Flächendefekte präzise identifizieren. Ein falsch eingestellter Abstand der Köpfe oder eine fehlende Parallelität kann zu ungenauen Ergebnissen führen und potenzielle Defekte übersehen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
• Köpfenaufstellung: Die Sender- und Empfangsköpfe müssen parallel zueinander und senkrecht zur Prüfoberfläche angeordnet sein. Der typische Abstand beträgt 10 bis 20 mm, abhängig von der Werkstoffdicke.
• Kalibrierung: Stellen Sie sicher, dass beide Köpfe korrekt kalibriert sind und die Ultraschallwellenrichtung eingehalten wird. Verwenden Sie eine Kalibrierschicht, um die Genauigkeit zu überprüfen.
• Durchführung: Bewegen Sie die Prüfoberfläche langsam unter den Köpfen und achten Sie auf Anomalien in der Echosignaldarstellung. Markieren Sie unregelmäßige Signale oder Abweichungen für weitere Untersuchung.