Technologische Biegeprüfung
Die Technologische Biegeprüfung überprüft die Verformbarkeit von Werkstoffen oder Schweißverbindungen durch Biegen um einen definierten Winkel. Sie untersucht, ob Risse in der äußeren Faserzone entstehen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die Technologische Biegeprüfung beinhaltet das Biegen eines Werkstoffs oder einer Schweißnaht um einen festgelegten Winkel, zumeist 90°. Während des Biegens wird die äußere Faserzone unter plastischer Dehnung gestellt. Wenn der Werkstoff zu hart oder zu fein gefasert ist, können Risse entstehen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Biegeprüfung zeigt an, ob die Schweißnaht und der umgebende Werkstoff ausreichend verformbar sind. Ein negatives Ergebnis deutet auf zu hohen Härtegrad oder zu feinen Faserverteilung hin, was zu Rissen führen kann. Dies kann das Tragvermögen der Verbindung beeinträchtigen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Für die Technologische Biegeprüfung wird ein Werkstück mit einem definierten Durchmesser und einer festgelegten Länge verwendet. Das Werkstück wird um einen Winkel von 90° gebogen. Die maximale Dehnung der äußeren Faserzone sollte nicht über 1,5 % liegen. Bei Überschreitung dieses Limits ist die Schweißnaht zu hart oder fein gefasert und muss neu durchgeführt werden.