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Tertiäre Karbidausscheidung

Tertiäre Karbidausscheidung ist der Prozess, bei dem feine Sonderkarbide aus übersättigten festen Lösungen entstehen, wenn martensitische Stähle angeschossen werden. Dies kann zu erhöhter Härte und verbesserten Zähigkeit führen.

Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus

Tertiäre Karbidausscheidung tritt auf, wenn die übersättigte Lösung während des Anlassens von martensitischen Stählen langsam abkühlt. Die feinen Sonderkarbide kondensieren sich aus der Lösung und formen eine homogene Vergröberung im Gefüge.

Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen

Diese Prozesse können zu erhöhter Härte und verbesserten Zähigkeit des Stahls führen, was die mechanischen Eigenschaften verbessert. Allerdings kann eine unkontrollierte Tertiäre Karbidausscheidung auch zu erhöhtem Spannungsaufbau und möglichen Rissen im Gefüge führen.

Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen

Um die tertiäre Karbidausscheidung kontrolliert zu gestalten, sollte das Abkühlen des Stahls nach dem Anlassen langsam erfolgen. Empfohlene Zeiten liegen bei 10 bis 20 Sekunden pro Millimeter Dicke der Schweißnaht. Dies verhindert unkontrollierte Vergröberungen und verbessert die mechanischen Eigenschaften des Stahls.

MetallurgieSchweißtechnik

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