Tertiärzementit-Ausscheidung
Tertiärzementit-Ausscheidung ist der Prozess, bei dem Eisencarbid aus dem ferritischen Gitter bei sehr niedrigen Temperaturen abfällt. Dies kann zu einer vergröberten Struktur und geringer Zähigkeit führen.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Bei sehr niedrigen Temperaturen (nahe Raumtemperatur) kann Eisencarbid aus dem ferritischen Gitter abfallen. Dieser Prozess wird als Tertiärzementit-Ausscheidung bezeichnet und führt zu einer Vergröberung des Metalls.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Die Tertiärzementit-Ausscheidung kann die Zähigkeit des Stahls vermindern, da sie eine vergröberte Struktur erzeugt. Dies erhöht die Anfälligkeit für Risse und verlangsamt die mechanische Leistung des Materials. Insbesondere in kühlen Umgebungen oder bei langsamen Kühlprozessen ist diese Ausscheidung besonders gefährlich.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Tertiärzementit-Ausscheidung zu vermeiden, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:
• Verwenden Sie eine ausreichend hohe Kühlrate nach dem Schweißen, um das Abfallen von Eisencarbid zu verhindern.
• Stellen Sie sicher, dass die Schweißnaht in einem geschützten Umfeld abkühlt und nicht in kühlen oder feuchtigen Bereichen belassen wird.
• Überwachen Sie die Kühlprozesse sorgfältig und korrigieren Sie bei Bedarf die Kühlstrategien.