Terziärzementit
Terziärzementit ist ein feinster Zementit, der bei tiefen Temperaturen aus dem Ferrit ausscheidet und sich bevorzugt an den Korngrenzen ablagert. Er tritt auf, wenn die Kohlenstofflösung im Schmelzbad zu hoch ist.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Terziärzementit bildet sich durch schnelles Abkühlen des Schmelzbares nach dem Schweißen. Bei zu hohem Kohlenstoffgehalt in der Schmelze kristallisiert es sich schnell und fein an den Korngrenzen des Ferrits ab.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Terziärzementit kann die Härte und Zähigkeit der Schweißnaht erhöhen, was zu rissanfälligen Gefügen führt. Es kann auch zu Spannungsaufbau und Korrosionseinstellungen führen, wenn es nicht korrekt gehandhabt wird.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um Terziärzementit zu vermeiden, sollte das Schmelzbad gut geschützt werden, um Kohlenstoffverlust zu minimieren. Die Abkühlschritte sollten kontrolliert sein, um eine gleichmäßige Körnung und ein stabiles Gefüge zu gewährleisten.