Tiefschweißeffekt
Tiefschweißeffekt: Bei Laser- oder Elektronenstrahlschweißen entsteht durch hochenergetische Strahlung ein dampfgefüllter Kapillarkanal, was zu extrem tiefen und schmalen Schweißnähten führt.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Die hochenergetische Strahlung (Laser oder Elektronenstrahlen) erhitzt das Metall so stark, dass es in Sekundenbruchteilen aufschmilzt und dampft. Dieser Prozess bildet einen dampfgefüllten Kapillarkanal zwischen den zu schweißenden Stücken.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Der Tiefschweißeffekt ermöglicht die Erstellung sehr schmaler und tiefen Schweißnähte, was besonders bei der Herstellung von Mikroelektronik oder in der Medizintechnik wichtig ist. Allerdings kann ein unzureichendes Aufdampfen zu Porenbildung führen, die die Festigkeit der Schweißnaht beeinträchtigen können.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um den Tiefschweißeffekt optimal nutzen zu können, ist es wichtig, dass das Metall sauber und frei von Staub ist. Die Strahlenspannung und -dauer müssen genau eingestellt sein, um ein gleichmäßiges Aufdampfen zu gewährleisten. Bei Elektronenstrahlschweißen sollte die Distanz zwischen dem Strahlenkopf und der Werkstoffoberfläche so geregelt werden, dass ein optimales Kapillarkanalbildung erreicht wird.