Titan-Grad-2-Kaltformbarkeit
Titan-Grad-2-Kaltformbarkeit ist die Fähigkeit unlegiertem Titan bei Raumtemperatur plastisch zu formen, ohne Risse zu bilden. Dies erfordert geringe Sauerstoffgehalte.
Physikalisch-chemischer Wirkmechanismus
Titan-Grad-2-Kaltformbarkeit bezieht sich auf die Fähigkeit von unlegiertem Titan bei Raumtemperatur plastisch zu formen, ohne Risse zu bilden. Dies ist möglich, wenn der Titan eine geringe Anzahl an Sauerstoffatomen enthält. Diese Atome können während des Formensprozesses Körpersplitterbildung verursachen und somit Risse entstehen lassen.
Metallurgische Relevanz & Risiken beim Schweißen
Bei Titanen mit zu hohem Sauerstoffgehalt kann die Kaltformbarkeit stark eingeschränkt sein. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Risse und Splitterbildung während des Biegens oder Tiefziehens. Ein unzureichendes Entfernen von Sauerstoff kann daher zu qualitativ schlechten Werkstücken führen.
Werkstattpraxis & Handlungsanweisungen
Um die Titan-Grad-2-Kaltformbarkeit sicherzustellen, ist es entscheidend, den Sauerstoffgehalt des Titanmaterials vor dem Formenprozess zu minimieren. Dies kann durch eine sorgfältige Reinigung und das Verwenden von reinem Schmelzgut erreicht werden. Bei der Biegung oder Tiefziehen sollte die Geschwindigkeit kontrolliert gehalten werden, um eine gleichmäßige Deformation zu gewährleisten. Empfohlene Sauerstoffgehalte sollten unter 0,1% liegen.