Titan-Schweißnaht-Verunreinigung
Die Aufnahme von interstitiell gelösten Gasen wie Sauerstoff, Stickstoff oder Wasserstoff in die Schmelze, die zu drastischem Verlust der Zähigkeit und Versprödung des Titanystems führt.
Titan ist beim Schweißen extrem empfindlich gegenüber Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff aus der Umgebungsluft. Sobald diese Gase in die Schmelze gelangen, wird das Material hart und spröde – das Teil bricht dir dann unter Belastung weg. Das erkennst du oft an einer bläulichen oder grauen Verfärbung der Naht, die zeigt, dass die Schutzgasabdeckung nicht gereicht hat.
Deshalb musst du die Naht und die Wärmeeinflusszone komplett mit Schutzgas abdecken, auch auf der Rückseite. Die Oberfläche muss vor dem Schweißen fett- und oxidfrei sein, und du musst die Wärmezufuhr so niedrig wie möglich halten, damit die Schmelze kurz bleibt. Wenn die Naht nach dem Schweißen verfärbt ist, ist sie in dem Bereich in der Regel unbrauchbar und muss neu gemacht werden.